Hallo,
hab ja seit knapp einer Woche nun das Dragon-OSD. Funktionsumfang und die Darstellung der Daten überzeugen.
Hier auch ein kurzer Überblick:
Erster Test Dragon-OSD
Natürlich gibt es einige Sachen zu beachten, bzw. sind mir schon aufgefallen.
Wie gesagt – mich überzeugt das OSD ! Evtl. spielt der ein oder andere von Euch ja auch mit dem Gedanken, sich ein solches System zuzulegen. Dem will ich hier einfach mal ein paar Punkte mitgeben.
Pro:
- Opensource (Firmware wird ständig weiterentwickelt und kann z. B. auch selber weiterentwickelt werden)
- Sehr umfangreiche Anzeige und Funktionen
- Kompassanzeige
- Autopilot
- Datenlogger (Export in KML-File für GoogleEarth)
- Diverse Erweiterungen geplant/möglich (HUD, Sensoren, …)
- Einstellungen können relativ einfach über den Sender
- (Höhen-/Quer- Ruderknüppel) durchgeführt werden.
Kontra:
- Von den Abmessungen her relativ groß
- Wird als offene Platine geliefert (nicht eingeschrumpft, kein Gehäuse, …)
- Verkabelung (sofern Autopilot genutzt wird) relativ aufwendig
- (Servos für Quer- u. Höhenruder werden über OSD geführt)
- Anordung der einz. Anzeigen ist fest (bzw. nur im Programm-Code änderbar)
- Soll das Setupmenü verfügbar sein, muß Höhe und Querruder über das OSD geführt werden.
Mit anderen Worten: Mehr Funktionen als bei anderen OSDs, jedoch auch etwas mehr Bastelei (sofern man das bei unserem Hobby als Nachteil sieht.). Grundlegende Kenntnisse vorausgesetzt, muß man sich damit u. U. erst etwas mehr auseinandersetzen.
Der Autopilot: Muß erst auf das Verhalten des jeweiligen Modells abgestimmt werden. Im Falle von “Failsave” oder gewollt steuert er den Flieger wieder zum gespeicherten Punkt zurück. Bei irgendeinem Ausfall des OSD-Bausteins sind aber auch die angeschlossenen Servos (hier Höhe u. Quer) außer Funktion – das Modell wird dann nicht mehr zu retten sein!
Man handelt sich also auch einen zus. “Single-Point-Of-Failure” damit ein. Muß man eben abwägen.
Was ist mir sonst aufgefallen?!:
- Auf Seite 9 der Anleitung wird die Belegung des Video-Anschlusses aufgeführt. Beim Lesen möche man dies auf das direkt darunter abgedruckte Bild beziehen – stimmt aber nicht! Der äußere Pin am OSD-Board ist der Videoeingang!!!
- Relativ umständlich ist in der Anleitung die Beschreibung der “Pulsweiten” zur Ansteuerung des OSD-Moduls geraten
- Hier mal in “Klartext”:
- Servomitte = Normalbetrieb (OSD eingeblendet).
- Servomin. -100 = Failsave (Autopilot an)
- Servomax. +100 = Display aus
- ~+70-+90 = Setupmenü
Betr. der Datalogger-Funktion würde ich einfach mal kurz aus der Anleitung zitieren (bitte schlagt im Zweifelsfall selber nochmal nach):
Demnach zeichnet das Dragon-OSD intern die GPS-Positionen in einem einstellbaren Intervall auf (default 15 sec.). Damit kann man dann ca. 22 Minuten Flug aufnehmen. So eine Aufzeichnung beginnt automatisch sobald das OSD die Home-Postition erkannt hat und nimmt die Daten solange auf, bis der Speicher voll ist oder eben die Stromversorgung
getrennt wird. Der nächste Flug überschreibt diese Daten wieder (was aber auch einstellbar ist).
Mit beiliegendem USB-Interface und einem kleinen Zusatzprogramm kann die Aufzeichnung anschließend in Form eines “KML”-Files auf den PC geladen werden (-> GoogleEarth).
Update 2. Feb. 2009: Dragon KML-File bzw. Bericht
Grüße
Mario
Tags: GPS, On-Screen-Display, OSD